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Universität Wien – Vorplatz

Universität Wien – Vorplatz

Data

  • planning time: Juli 2014 - Jänner 2015
  • scope: Machbarkeitsstudie
  • builders: Universität Wien, Raum- und Ressourcenmanagement
  • projectarchitect: Valentin Weber-Wille
  • photos / plans: Clemens Holleis - ©Wehdorn Architekten

Project: Universität Wien – Vorplatz

University meets Public: Ein Außenraum für Studentinnen und Studenten und „Leben rund um die Uhr“

Die Universität Wien, 1877-1884 nach Plänen des Architekten Heinrich Ferstel errichtet, besitzt keinen Vorplatz, weil man zur Zeit der Erbauung Studentenansammlungen im Straßenbereich verhindern wollte.

Die heutige Situation ist überaus unbefriedigend: Vor den Alleebäumen der Ringstraße liegt die Zufahrts- und Anlieferstraße – eine Sackgasse – die von den Radfahrern mitbenutzt wird und zusätzlich eine Parkspur aufweist. – „Leben“ kann sich jedenfalls heute vor der Universität nicht entfalten.

Im Sinne der Öffnung der Universität nach außen, ist es das Ziel der Planung einen attraktiven Vorplatz zu schaffen, der zu Kommunikation und Verweilen einlädt.
Aus verkehrstechnischer Sicht baut das Gesamtkonzept auf dem international erfolgreichen Grundsatz eines „Shared Space“ auf. Das heißt, die Nebenfahrbahn wird als eigene Straße aufgelassen, die Zu- und Abfahrt wird über versenkbare Poller geregelt. Eine niveaugleiche und einheitliche Oberfläche in Naturstein sind Grundvoraussetzungen, um den Platzraum optisch zu schließen.

Der gebäudeseitige Grasstreifen wird durch Baumscheiben ersetzt, um auch optisch eine Durchlässigkeit zu gewährleisten. Zwischen den Bäumen, die selbstverständlich erhalten bleiben, werden Sitzmöbel aus Stahlbeton aufgestellt, die im Grundriss an Formen von Chromosomen angelehnt sind. Der bestehende Grasstreifen zur Straßenbahntrasse soll als natürliche „Barriere“ erhalten, bzw. durchlaufend geschlossen werden und wird zusätzlich mit signethaften Tafeln zu aktuellen Themen ausgestattet. Die notwendigen infrastrukturellen Einrichtungen werden in einer „Info-“ und einer „Gastro-Box“ zusammengefasst, die gestalterisch der Idee der bekannten Rubik-Würfeln folgen. Das heißt jede Seite besteht aus neun Feldern, die aufgeklappt werden können, oder auch als Screens für Informationen dienen.

Wesentlich ist die Schaffung eines axialen Zuganges zur Universität, in Form eines neuen Fußgängerübergangs über den Ring. Das erarbeitete Lichtkonzept ist unaufdringlich, unterstreicht aber die plastische Wirkung der Architektur und attraktiviert auch den heute eher dunklen Bereich an der Ringstraßenzone. Damit ist das Lichtkonzept auch Bestandteil eines Sicherheitskonzeptes.